Biosupermärkte
erreichen andere Kundenschichten als Bioläden und Naturkosteinzelhandelsfachgeschäfte
Auch in Zukunft
wird das Gesundheitsbewusstsein in großen Teilen der deutschen
Bevölkerung stark wachsen. Hierbei weckt die immer längere
Lebenserwartung bei immer mehr Menschen den Wunsch, möglichst gesund
alt zu werden. Das zeigt sich auch an zunehmender Angst vor Luftverschmutzung,
unsauberem Wasser, Krankheiten und umweltbelasteten Nahrungsmitteln.
Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, selbst mehr für die
eigene Gesundheit zu tun und auch die dafür notwendigen Entscheidungen
eigenständig zu treffen.
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Alles
bio: die einzigen Lebensmittel, die It. Gesetz
ohne chemische Spritz- und Düngemittel,
ohne künstliche Hormone und Antibiotika,
ohne gentechnische Veränderungen, dafür
mit ökologischen Kreisläufen,
mit natürlichen Zutaten und sonst nichts, und
mit staatlich zugelassener Kontrolle vom Acker bis zum
Markt erzeugt und angeboten werden
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Dieser Trend wirkt
sich insbesondere auf das Ernährungsbewusstsein und die vermehrte
Nachfrage nach Lebensmitteln aus kontrolliert ökologischem Anbau,
Vollwertprodukten, Diätartikeln und Umweltschutzprodukten aus.
Er zeigt sich außerdem in einer verstärkten Fitnesswelle
und positiv aufgenommenen Aktivitäten zur Gesundheitsvorsorge u.a.
von den Krankenkassen. Verstärkt wird dieser Trend durch den zunehmenden
Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung - im Jahr
2000 wird ein Viertel der deutschen Bevölkerung älter als
60 Jahre sein. Diese Senioren wollen häufig nicht nur länger
jung bleiben, sondern verfügen teilweise über eine große
Kaufkraft aus Altersversorgung, Kapitalvermögen, Lebensversicherungen,
Erbschaftsvermögen etc.
Auf der anderen
Seite hat der ökologische Landbau in den letzten 5 Jahren bundesweit
eine starke Ausweitung erfahren. Die Zahl der ökologisch wirtschaftenden
Betriebe hat sich mehr als verdreifacht und die Fläche sogar mehr
als verfünffacht. Dazu stieg weiterhin das in- wie ausländische
Naturkost- und Naturwarenangebot teilweise um ein Vielfaches in den
90er Jahren.
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Bio
ist Gesetz!
Die EG Bio-Verordnung 2092/91 regelt Erzeugung, Verarbeitung,
Kontrolle und Kennzeichnung von
Bio-Lebensmitteln gesetzlich. Unsere deutschen Produkte kommen
von Bauern, die einem Verband der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer
Landbau (AGÖL) wie Bioland, Demeter, Naturland, Ökosiegel
u.a. angehören.
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Das stark gestiegene Angebot
kann nicht mehr über die für diesen Markt aufgebaute Distribution
(Naturkosteinzelhandel, Reformhäuser, Biokostregale im Supermarkt
Direktverkauf) abgesetzt werden, da die große potentielle Nachfrage
nach Naturkost, Naturwaren und Umweltschutzprodukten von den bestehenden
Angebotsformen aufgrund der Nichtberücksichtigung der Verbraucherwünsche
nur zum Teil befriedigt werden kann. Ein professionelles Marketing,
wie es im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel üblich ist und
welches speziell die Verbraucherwünsche berücksichtigt, wurde
bislang kaum eingeführt.
Vorherrschendes Motiv beim
Kauf von ökologischen Produkten ist der Umweltschutzgedanke - weit
vor dem Gesundheitsmotiv und der Unzufriedenheit mit der konventionellen
Landwirtschaft. Hierbei besteht grundsätzlich eine große
Kaufbereitschaft für Öko-Produkte: Dieses Interesse ist nicht
nur bei Gelegenheitskäufern groß, sondern auch bei Personen,
die noch nie Öko-Produkte gekauft haben. Es besteht also ein großes
Käuferpotential, welches noch erschlossen werden kann.
Eine Bereitschaft
zum Kauf von Öko-Produkten ist allerdings an Bedingungen geknüpft.
Im Vordergrund steht dabei eine Verbesserung des Preis-Leistungs-Verhältnisses
- ein Kundenwunsch der bei vielen Untersuchungen des Öko-Marktes
höchste Priorität hat. Hierbei spielt der Preis eine größere
Rolle als die Qualität. Weitere Bedingungen für den Kauf sind
eine größere Glaubwürdigkeit und eine bessere Kundeninformation.
Eine Verminderung der Zeichenvielfalt für Öko-Produkte würde
die Hemmschwelle für deren Kauf senken. Die Preispolitik wurde
lange Zeit im Öko-Markt vernachlässigt. Durch den Preisverfall
auf Seiten landwirtschaftlicher Erzeuger ist zu erwarten, dass die Verbraucherpreise
in Zukunft sinken werden. Geringere Preise werden dann zu einem höheren
Absatz führen, da zur Zeit Öko-Produkte im Schnitt 50 bis
100 % teurer sind als vergleichbare konventionelle Produkte. Nach einer
Untersuchung der Universität Hohenheim sind mehr als ein Drittel
der "Nicht-Öko-Käufer" bereit, um 40 % mehr für
Bio-Gemüse zu bezahlen. Bei "Öko-Käufern" liegt
der Prozentsatz noch höher. Anders ist es bei sog. Leitprodukten
(Milch, Butter, Sahne etc.) , wo jedem Kunden der Preis für konventionelle
Ware bekannt ist - hier wird es sich lohnen Kunden über Sonderangebote
zu locken bzw. Leitprodukte billig zu gestalten und über höhere
Preise bei Nicht-Leit-Produkten zu finanzieren: Eine Strategie, die
im konventionellen Lebensmitteleinzelhandel üblich ist.
Durch Übertragung
dieser klassischen Anwendungen der Preispolitik auf den Öko-Markt
könnte folglich ein erhebliches Käuferpotential erschlossen
werden, ohne dass dadurch die durchschnittliche Handelsspanne sinken
müsste.
Ein weiterer Grund
für die mangelhafte Ausschöpfung des Nachfragepotentials nach
Öko-Produkten sind die Handelsformen: Viele Verbraucher möchten
aus unterschiedlichen Motiven heraus nicht in den herkömmlichen
Naturkostgeschäften einkaufen, hinzu kommt, dass viele Menschen
keinen weiten oder zusätzlichen Weg in Kauf nehmen wollen, sondern
den gewohnten Supermarkt in Anspruch nehmen wollen, um Öko-Produkte
einzukaufen. Der moderne Verbraucher will die ökologisch
erzeugten Produkte beim täglichen Einkauf ohne großen Aufwand
mitnehmen.
Der Anbauverband Bioland
schätzt das Marktvolumen für biologische Produkte in Deutschland
auf zwischen 4 bis 6 Milliarden DM. Optimisten glauben, dass zur Jahrtausendwende
in Deutschland Bioprodukte im Verkaufswert von bis zu 20 Milliarden
DM abgesetzt werden. Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan erwartet,
dass sich der europäische Markt für biologische Produkte in
den nächsten fünf Jahren von derzeit 1,1 Milliarden Dollar
auf rund 3,2 Milliarden Dollar fast verdreifachen wird. Allein 1996
wurden in Europa mit Biofleisch rund 399 Millionen Dollar umgesetzt.
Eine Verdoppelung seit 1992.
Vorbild ist die USA: Hier
machen die sog. Natural Food Stores zwischen 6 -10 Mio. DM Umsatz im
Jahr auf 500 -1.000 qm - u.a. mit einem vielfältigen Frischeangebot,
sehr guter Kundenorientierung und diversen weiteren Gesundheitsangeboten,
wobei nur 1/3 aus dem kontrollierten Ökoanbau kommt, damit der
Verbraucher u.a. seine gesamte kurzfristige Nachfrage befriedigen kann.
BIO-SUPERMÄRKTE
mit Standorten in Nebenzentren bzw. Einkaufsgewerbegebieten mit einem
Einzugsgebiet von mind. 100.000 Einwohnern haben vor diesem Hintergrund
sehr gute Marktchancen. Wobei aufgrund unserer Erfahrungen bei vollständigen
Neugründungen Anlaufzeiten von 3 bis 5 Jahren gerechnet werden
müssen; alteingesessene Naturkostfachgeschäfte bzw. Bioläden
haben bei Erweiterungen einschließlich Modernisierung wesentlich
kürzere Anlaufzeiten, da in der Regel davon auszugehen ist, dass
die in vielen Jahren aufgebaute Stammkundschaft "mitgeht"
bzw. den Wechsel vom kleinen Einzelhandelsgeschäft zum kleinen
Supermarkt "mitträgt". Diese hochwertigen und hochpreisigen
Produkte des täglichen Bedarfs sind hierbei nur über ein qualifiziertes
Preis-Leistungs-Angebot, genaue Zielgruppenansprache, Erlebnisorientierung
und guten Kundenservice rentabel zu vermarkten.
Alles
frisch: alle Lebensmittel des täglichen Bedarfs
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Obst &
Gemüse
Molkereiprodukte & Käse
Fleisch & Wurstwaren
Brot, Backwaren & Kuchen
2.000 Bio-Lebensmittel, z.B. Pasta, Tomatos, Öle, Honig,
Pralinen, Delikatessen, Tiefkühlkost
Obst- & Gemüsesäfte, Biere, Weine, Kaffee,
Schwarz- & Kräutertees, Kakao, Reisdrinks
sowie natürlich Körperpflege & Wasch- &
Reinigungsmittel und mehr |